Das EAG-Förderjahr 2026 war das letzte im bisherigen System. Für 2027 hat das Wirtschaftsministerium am 06.10.2026 eine Umstellung angekündigt: Gefördert werden soll vor allem der Speicher – auch die Nachrüstung –, beantragt wird nach der Fertigstellung. Was feststeht, was offen ist und was jetzt schon gilt, mit Quelle und Stand.
Höhe des Bonus und technische Kriterien sind noch offen; die Gesetzesänderung braucht eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Quelle: BMWET, Presseinformation vom 06.10.2026.
| Punkt | EAG bis 2026 | Ab 2027 (angekündigt, nicht beschlossen) |
|---|---|---|
| Was gefördert wird | PV-Anlage je kWp (150/140/130/120 €) plus Speicher 150 €/kWh | Speichersystembonus; kein Zuschuss je kWp für übliche Dachanlagen |
| Speicher-Nachrüstung | vom Bund nicht gefördert (nur Land Tirol, TIWAG, Land Kärnten) | soll förderbar werden, Made-in-Europe-Bonus möglich |
| Antrag | vor der Inbetriebnahme, nur in Fördercalls (Ticket, „first come, first served“ in Kat. A/B) | laufend nach der Fertigstellung, mit Schlussrechnung |
| Steuerung | keine Vorgabe | intelligentes Energiemanagementsystem als Voraussetzung |
| Herkunft | Made-in-Europe-Bonus bis +30 % (Module, Wechselrichter, Speicher) | neue PV mit neuem Speicher: Wechselrichter „Made in Europe“ verpflichtend |
| Höhe | fixe bzw. Höchstsätze, max. 30 % der Kosten | noch offen – wird in der Investitionszuschuss-Verordnung festgelegt |
Quellen: EAG-Abwicklungsstelle (Sätze 2026), BMWET, 06.10.2026 (2027). Stand 18.10.2026.
Projekte mit intelligentem Speicher, die 2026 keine EAG-Förderung erhalten haben und ab 01.11.2026 abgerechnet bzw. in Betrieb genommen werden, sollen im neuen System 2027 eingereicht werden können.
Quelle: BMWET, 06.10.2026 · Stand 18.10.2026
Module als Teil von Fassade oder Dach statt aufgesetzter Anlage.
Anlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen (Agri-PV).
PV über Stellplätzen, etwa bei Betrieben und Gemeinden.
Anlagen auf Gewässern und an Lärmschutzwänden.
Quelle: ORF, 20.08.2026 (Ankündigung des Wirtschaftsministeriums). Konditionen noch nicht veröffentlicht · Stand 18.10.2026.
Speicher an bestehender PV-Anlage, Inbetriebnahme ab 01.01.2026, solange Budget reicht. Details →
Mit TIWAG-flex, smart flex und Einspeisevertrag, Einbau nach 01.07.2026; mit der Landesförderung kombinierbar. Details →
2. Fördercall seit 12.10.2026, rund 10 Mio. €, nur Anlagen aus 2026. Details →
Quellen: Land Tirol (Richtlinie Stromspeicher 2026), TIWAG (Programmseite Batteriespeicher-Förderung), ORF Kärnten / Land Kärnten. Budgetabhängig, keine Zusage · Stand 18.10.2026.
Angekündigt ist eine Umstellung, beschlossen ist sie noch nicht. Für übliche Dachanlagen soll es keinen Zuschuss je kWp mehr geben. Stattdessen ist ein Speichersystembonus geplant – für Speicher zu neuen PV-Anlagen und für die Nachrüstung bestehender Anlagen. Weiter gefördert werden sollen laut Ankündigung besondere Anlagenformen wie gebäudeintegrierte PV, Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen, Parkplatzüberdachungen, schwimmende PV und PV an Lärmschutzwänden.
Das ist angekündigt: Der Speichersystembonus soll auch für Speicher gelten, die zu einer bestehenden PV-Anlage nachgerüstet werden; zusätzlich ist dort ein Made-in-Europe-Bonus möglich. Heute fördert das EAG einen Speicher nur gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage. Höhe und technische Kriterien des Bonus sind noch offen.
Projekte mit intelligentem Speicher, die 2026 keine EAG-Förderung erhalten haben und ab 01.11.2026 abgerechnet bzw. in Betrieb genommen werden, sollen im neuen System 2027 eingereicht werden können. So steht es in der Ankündigung des Wirtschaftsministeriums vom 06.10.2026. Verbindlich wird das erst mit der Gesetzesänderung und der neuen Investitionszuschuss-Verordnung.
Das hängt vom Fall ab. Für die Nachrüstung gibt es heute feste Zuschüsse: in Tirol vom Land bis 1.000 Euro und von der TIWAG bis 1.000 Euro, in Kärnten 1.000 Euro im Fördercall bis 31.12.2026. Die Höhe des Bundesbonus 2027 ist dagegen unbekannt. Ob sich Landes- und künftige Bundesförderung für denselben Speicher kombinieren lassen, ist offen – die Tiroler Richtlinie schließt etwa Speicher aus, für die eine Bundesförderung beantragt wurde. Wir rechnen beide Wege mit Ihnen durch.
Eine Steuerung, die Speicher, Erzeugung und Verbrauch automatisch so betreibt, dass der Eigenverbrauch steigt und das Netz entlastet wird – etwa indem Mittagsspitzen in den Speicher gehen statt ins Netz. Es soll Fördervoraussetzung werden. Welche Funktionen genau verlangt werden, legt erst die Verordnung fest; viele aktuelle Wechselrichter und Speicher bringen eine solche Steuerung bereits mit.
Quellen und Stand: BMWET, Presseinformation „PV-Förderung wird Systemförderung“ vom 06.10.2026; ORF, 20.08.2026; EAG-Abwicklungsstelle (Sätze 2026); Land Tirol, TIWAG, Land Kärnten (ORF Kärnten). Geprüft am 18.10.2026.
Hinweis: Die Regeln für 2027 sind angekündigt, aber nicht beschlossen. Verbindlich sind erst Gesetz, Verordnung und die Zusage der Förderstelle; diese Seite ersetzt keine Förderzusage. Sobald Sätze und Kriterien veröffentlicht sind, ergänzen wir sie hier mit Datum.