Photovoltaik mit Speicher und Wallbox bei Villach: 13,3 kWp in Finkenstein am Faaker See
Projektbericht aus Kärnten: 28 Module auf drei Dachflächen, BLUETTI EP2000 mit 14,7 kWh und Notstrom, go-e Wallbox mit PV-Überschussladen – geplant im Juni, montiert in drei Tagen, in Betrieb seit 21. September 2026.

Die Anfrage kam aus Finkenstein am Faaker See, gut zwanzig Autominuten von Villach: ein Einfamilienhaus mit Walmdach und Gaube, eine Wärmepumpe fürs Warmwasser, ein E-Auto in der Einfahrt – und der Wunsch, möglichst viel des eigenen Stroms selbst zu verbrauchen, bei Stromausfall nicht im Dunkeln zu sitzen und das Auto mit Sonnenstrom zu laden. Genau dafür haben wir die Anlage ausgelegt.
Das Dach: drei Flächen, 28 Module, 13,3 kWp
Ein Walmdach mit Gaube bietet keine einzelne große Fläche, sondern mehrere kleinere. Die Drohnenaufnahme von Ende Juni war die Grundlage für die Belegung: zwei Hauptflächen links und rechts der Gaube plus die Gaubenfront selbst. Darauf sitzen 28 Module mit je 475 Wp – zusammen 13,3 kWp. Die Belegung ist so gewählt, dass sich Gaube und Hauptflächen nicht gegenseitig verschatten und die Module bündig in einer Ebene liegen.


Im Raum Villach rechnen wir mit rund 1.170 kWh je kWp und Jahr (PVGIS, Südausrichtung) – deutlich mehr als in den Osttiroler Seitentälern. Für diese Anlage bedeutet das als Richtwert etwa 15.000 kWh Solarstrom im Jahr. Vor der Montage haben wir die Dachlast mit einem Statiknachweis geprüft; in Kärnten ist die Schneelast in dieser Lage zwar moderater als in Osttirol, aber Unterkonstruktion und Befestigung wurden trotzdem dafür ausgelegt.
Der Speicher: 14,7 kWh mit Notstrom
Ein Speicher lohnt sich, wenn tagsüber Strom übrig bleibt und abends gebraucht wird – bei Wärmepumpe und E-Auto ist das der Normalfall. Verbaut ist ein BLUETTI EP2000 mit HV800-Wechselrichtereinheit und zwei B700-Batteriemodulen, zusammen 14,7 kWh. Der Speicher steht im Keller neben der Warmwasser-Wärmepumpe; die PV-Stränge laufen über einen Generatoranschlusskasten mit Überspannungsschutz direkt zum Gerät.

Wichtig war dem Kunden die Notstromfunktion: Über einen Umschalter im Verteiler wird das Haus bei Netzausfall automatisch aus dem Speicher versorgt – auch die Wärmepumpe. Und weil der EP2000 einen dynamischen Stromtarif beherrscht, kann der Speicher später zusätzlich nachts günstig aus dem Netz laden, wenn der Kunde auf einen Viertelstunden-Tarif wechselt.
Die Wallbox: Laden mit Überschuss
Die go-e Wallbox hängt am Carport, die Zuleitung dafür haben wir vom Verteiler durch den Garten in einer Künette verlegt – zusammen mit einer Datenleitung, damit Wallbox und Speicher sauber kommunizieren. Der go-e Controller misst am Netzanschluss, ob gerade Sonnenstrom übrig ist, und gibt der Wallbox genau diese Leistung frei. Das Auto lädt so mit dem Strom, der sonst ins Netz gegangen wäre.

Die Wallbox wurde beim Netzbetreiber gemeldet – das gehört bei uns dazu, genauso wie die Netzzutrittsmeldung für die PV-Anlage und der Zählertausch.
Förderung: Land Kärnten plus Bund
Kärnten fördert 2026 die Kombination aus neuer PV-Anlage (ab 5 kWp) und Speicher (ab 5 kWh) mit einer Pauschale von 3.000 €. Dazu kommt der EAG-Investitionszuschuss des Bundes für Anlage und Speicher – beide Förderungen lassen sich kombinieren. Der Bundesantrag läuft über Fördercalls mit begrenztem Budget; der nächste Call ist vom 8. bis 22. Oktober 2026 geplant. Wir haben die Unterlagen vorbereitet und reichen gemeinsam ein. Mehr dazu auf unserer Förderseite.
Der Ablauf: von der Drohne bis zur Einweisung
- Ende Juni: Vor-Ort-Aufnahme mit Drohne, Zählerkasten und Verbrauch angeschaut, Belegung geplant.
- Juli/August: Fixpreis-Angebot, Statiknachweis, Unterlagen für Netzbetreiber und Förderung.
- 7.–9. September: Montage von Unterkonstruktion, Modulen, Speicher, Verteilererweiterung und Wallbox-Zuleitung – drei Tage.
- 21. September: Inbetriebnahme, Messprotokoll, Einweisung in App und Notstrombetrieb, Übergabemappe.

Was das Haus jetzt kann
- rund 15.000 kWh Solarstrom im Jahr (Richtwert PVGIS) – Eigenverbrauch statt Einspeisung
- Wärmepumpe und Haushalt abends aus dem Speicher versorgen
- bei Stromausfall automatisch weiterlaufen – inklusive Nachladen des Speichers über die PV
- das E-Auto gezielt mit Überschuss laden, auf Wunsch mit voller Leistung
- später einen dynamischen Stromtarif nutzen, ohne neue Hardware
Wir raten nicht – wir rechnen: Ertrag, Eigenverbrauch und Förderung waren vor dem Angebot durchgerechnet. Deshalb gab es auf der Baustelle keine Überraschungen und in der Abrechnung keine versteckten Posten.
Sie sind im Raum Villach?
Wir arbeiten die Drautal-Achse entlang bis Villach und Umgebung – Finkenstein, Velden, Landskron, Arnoldstein. Auf unserer Seite Photovoltaik Villach finden Sie Erträge, Förderungen und Beispiele aus Kärnten. Oder Sie rechnen Ihre Anlage gleich selbst: PV-Rechner, Speicher-Rechner, Wallbox-Test.
Häufige Fragen
Wie viel Förderung gibt es 2026 in Kärnten für PV mit Speicher?
Das Land Kärnten zahlt 2026 eine Pauschale von 3.000 € für eine neue PV-Anlage ab 5 kWp, die gemeinsam mit einem Speicher ab 5 kWh errichtet wird. Dazu kommt der EAG-Investitionszuschuss des Bundes (150 € je kWp bis 10 kWp, 140 € bis 20 kWp, sowie 150 € je kWh Speicher) – beide Förderungen sind kumulierbar. Der Bundesantrag läuft über Fördercalls; der nächste ist vom 8. bis 22. Oktober 2026 geplant. Wir bereiten die Unterlagen vor und reichen mit ein.
Springt der Notstrom bei einem Stromausfall automatisch an?
Ja. Der BLUETTI EP2000 ist über einen Umschalter mit dem Hausverteiler verbunden. Fällt das Netz aus, trennt sich die Anlage automatisch vom Netz und versorgt das Haus aus dem Speicher weiter – tagsüber lädt die PV-Anlage den Speicher auch im Inselbetrieb nach.
Lädt das E-Auto wirklich nur mit Sonnenstrom?
Wenn Sie es so einstellen, ja. Der go-e Controller misst am Netzanschluss, wie viel Strom gerade übrig ist, und gibt der Wallbox genau diese Leistung frei. Bei Bedarf kann man jederzeit auf volle Leistung schalten – etwa vor einer längeren Fahrt.
Wie lange dauert ein Projekt dieser Größe?
Hier lagen zwischen Vor-Ort-Aufnahme mit Drohne (Ende Juni) und Inbetriebnahme (21. September) rund zwölf Wochen – inklusive Statiknachweis, Förder- und Netzbetreiberunterlagen. Die Montage selbst hat drei Tage gedauert, die Inbetriebnahme mit Einweisung einen weiteren.
Ertrag, Speicher und Förderung —
vorab durchgerechnet.
Kostenloser Vor-Ort-Check in Osttirol und im Raum Villach. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.