Knapp 16 Stunden Tag. Die Sonne geht im Nordosten auf und im Nordwesten unter – auch Ost- und Westdächer bekommen morgens und abends direkte Sonne. Der Sommer liefert den Überschuss, der in Speicher und Wallbox wandert.
Sonnenverlauf über Osttirol: Sonnenstand, Grat und PV-Ertrag in LeisachWann die Sonne
wirklich scheint.
Der Sonnenstand über Leisach, astronomisch gerechnet, Stunde für Stunde – mit Jahreszeit, Dachausrichtung, Neigung und dem Grat im Süden. Kein Symbolfilm, sondern das Modell, mit dem wir selbst planen.
Ein Tag Sonne,
gerechnet für Leisach.
Was der Sonnenstand
mit dem Ertrag macht.
Rund 8½ Stunden Tag, flacher Einfall, oft Schnee auf den Modulen. Dezember und Jänner liefern nur wenige Prozent des Jahresertrags – deshalb legen wir den Speicher für März bis Oktober aus, nicht für den Jänner.
So hoch steht der Berg im Süden je nach Tal. Bei 20° kommt die Dezembersonne auch mittags nicht darüber – der Talschatten. Bei 12° bleibt ein Fenster von wenigen Stunden. Im Modell stellen Sie das mit dem Grat-Regler nach.
Was folgt daraus? Eine Anlage in Osttirol wird nicht für den Dezember gebaut. Sie holt zwischen März und Oktober den Großteil ihres Ertrags, und ein Speicher verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend. Der Winter wird bewusst aus dem Netz gedeckt – wer das vorher weiß, kauft keinen zu großen Speicher und ärgert sich nicht über den Jänner. Wie ein Haus mit Wärmepumpe Monat für Monat durch das Jahr kommt, zeigt der Beitrag Wärmepumpe und Photovoltaik im Winter.
Vom Sonnenstand
zur Anlagengröße.
Sonne, Schatten,
Osttirol.
Warum steht die Sonne in Osttirol im Winter so tief?
Leisach liegt auf 46,8° nördlicher Breite. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne mittags nur 19,7° über dem Horizont, zur Sommersonnenwende 66,6°. Dazu kommt die kurze Taglänge: rund 8½ Stunden im Dezember gegenüber knapp 16 Stunden im Juni. Beides ist reine Astronomie und gilt für jedes Dach im Bezirk gleich – der Unterschied entsteht erst durch Ausrichtung, Neigung und den Grat.
Was ist der Talschatten, und wie stark bremst er meine PV-Anlage?
In den Osttiroler Tälern steht der Grat im Süden je nach Lage 12 bis 28° hoch. Steht er 20° hoch, kommt die Sonne um den 21. Dezember auch mittags nicht darüber; bei 12° bleibt ein Fenster von wenigen Stunden. Auf das Jahr gerechnet ist der Verlust trotzdem klein, weil Dezember und Jänner ohnehin nur wenige Prozent des Jahresertrags liefern. Entscheidend bleiben März bis Oktober – genau dafür legen wir Anlage und Speicher aus.
Lohnt sich Photovoltaik in einem schattigen Tal überhaupt?
Ja, wenn die Anlage zum Tal passt. Ost-West-Dächer holen im Sommer den langen Tag ab, ein Speicher verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend, und der Winter wird bewusst aus dem Netz gedeckt. Unser Energiemodell ist auf 1.050 kWh je kWp und Jahr kalibriert – gemessen an einer Anlage in Osttirol, nicht geschätzt.
Wie genau ist das Sonnenmodell auf dieser Seite?
Der Sonnenstand wird nach den NOAA-Formeln berechnet und ist auf Bruchteile eines Grads genau. Die Einstrahlung ist ein Klarhimmel-Modell, also ein idealer wolkenloser Tag; reale Jahreserträge nehmen wir aus PVGIS für Ihre Gemeinde und aus gemessenen Anlagen. Verbindlich wird die Zahl erst nach dem Vor-Ort-Check mit Dach, Verteiler und Verbrauch.